Aktuelle Informationen rund um TYPO3

TYPO3 4.6 Beta – Änderungen

Wenn alles nach Plan läuft, wird am 25. Oktober eine neue Major-Version von TYPO3, nämlich TYPO3 4.6.0 alias “Rebase” erscheinen. Die erste Beta erblickte bereits am 30. August 2011 das Licht der Welt.

Es wird also höchste Zeit, sich mit den Neuerungen dieser Version zu beschäftigen. Nachdem die aktuelle Version TYPO3 4.5 unter dem Fokus größtmöglicher Kompatibilität entwickelt wurde, wird mit der Version 4.6 eine Vielzahl dieser Altlasten aufgegeben und somit der Prozess für die Entwicklung neuer Features vereinfacht. Auf die geplanten Änderungen für die Version 4.6 bin ich bereits in einem älterem Artikel eingegangen.

Nun ist die Entwicklung schon viel weiter und man kann Bilanz ziehen, welche Änderungen uns nun wirklich in der neuen Version erwarten:

PHP >5.3 benötigt

Für die meisten wird die einschneidenste Änderung wohl die Aufgabe der Unterstützung von PHP-Versionen kleiner 5.3 und den damit ebenfalls aufgegebenen Support für Safe Mode sein. Wer noch eine ältere Version von PHP einsetzt, wird somit nicht auf TYPO3 4.6 updaten können.

Ebenso wurde der Support für ältere Image Magick Versionen aufgegeben. TYPO3 rendert nun nur noch Bilder mit der aktuellen ImageMagick Version 6 oder mit GraphicsMagick.

XLIFF

Weiterhin wurde das locallang-Konstrukt für die Lokalisierungen im Core abgelöst. In TYPO3 4.6 kommt nun XML Localization Interchange File Format, kurz XLIFF, zum Einsatz. XLIFF ist ein unabhängig von TYPO3 entwickelter Standard zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten von Übersetzungsprogrammen. In FLOW3 werden die Übersetzungen bereits mit XLIFF gehandhabt, so dass die Implementierung von dort nun als Backport im TYPO3 4.x Core zu finden ist.

Selbstverständlich kann und sollte XLIFF nun auch in TYPO3 Extensions verwendet werden, obgleich die alten Techniken vorerst schon noch funktionieren. Für den einfachen Umstieg auf das neue Format ist ein Converter in Planung.

Neues Form Content Object

Eine weitere auffällige Neuerung ist das neue FORM-cObject. Es ermöglicht auf möglichst einfache Weise unter Verwendung vielfältiger JavaScript-Funktionen sich ein Formular per Drag-n-Drop zusammen zu stellen. Dabei sieht der Redakteur sofort, wie sein Formular später aussehen wird. Somit lassen sich auch von Redakteuren relativ komplexe Formulare einfach realisieren.

Performance-Verbesserungen

Zusätzlich werden einige Performance-Verbesserungen Einzug in TYPO3 4.6 halten. So werden nun Fluid-Templates in PHP-Dateien kompiliert. Außerdem ist das neue Caching-Framework, welches mit TYPO3 4.3 eingeführt wurde, nun immer aktiviert. Früher musste dieses noch explizit aktiviert werden.

Aber auch im Backend sollen verschiedene Neuerungen die Performance optimieren. So sind z.B. nun alle JavaScript und CSS-Dateien zu einer großen Datei zusammengefügt, was die Anzahl der Page-Requests im Backend stark reduziert. Fürs Frontend kann eine entsprechende Mergefunktion nun ebenfalls aktiviert werden.

Sonstiges

Letzlich gibt es wie immer noch viele kleine Gimmicks, welche das Leben mit TYPO3 einfacher machen. So muss nun der Administrator nun nicht mehr die Datei “ENABLE_INSTALL_TOOL” anlegen, wenn er das Install-Tool aus dem Backend heraus aufruft. Dies erledigt nun das Backend-Modul vollkommen automatisch.

Außerdem wird nun beim Berechnen der Zeit, bis wann eine Seite im Cache landen soll, die Start- und Stop-Zeit von Inhaltslementen beachtet. Dies lässt Extensions wie Cache Expire überflüssig werden.

Und zu guter letzt gibt es auch noch ein paar neue Features für stdWrap. So steht nun zum Beispiel .round zu verfügung, um Zahlen zu runden. Und mit .hash lassen sich nun mit TypoScript Hashes berechnen.

Wer eine komplette Liste der Änderungen einsehen möchte, kann auch noch einmal im Wiki und auf der Projekt-Webseite nachlesen.

FLOW3 Beta released

Das FLOW3-Entwicklerteam rund um Mastermind Robert Lemke verkündete gestern eine lang ersehnte Nachricht für die TYPO3/PHP-Community: die Veröffentlichung einer FLOW3 Beta mit der Version 1.0.0.

Acht lange Monate waren seit dem letzten offiziellen Alpha Release vergangen, doch die Zeit wurde wohl gut genutzt. Knapp 1500 Überarbeitungen hat das 17-köpfigen Entwicklerteam in dieser Zeit umgesetzt. Neben einer stabilen API stehen hauptsächlich die neu entwickelten Features im Mittelpunkt. Dabei wird vor allem die Fähigkeit, Proxy-Klassen aus dem Quelltext zu erstellen, das ORM-System Doctrine 2 sowie die verbesserte Kommandozeile hervorgehoben. Viele der Änderungen wurden aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen vieler Entwickler umgesetzt, die das Framework bereits einsetzten.

Mit einer überarbeiteten Doku und einem neuen Tutorial soll die Anzahl an aktiven FLOW3-Instanzen deutlich gesteigert werden. Abwärtskompatibilität sowie ständige Aktualisierung, rücken nun ebenfalls in den Fokus, womit talentierten Entwicklern „das Basteln“ mit FLOW3 auch für größere Projekte schmackhaft gemacht werden soll. Die Funktionalität ist bereits auf einem sehr hohen Stand, doch die Leistungsfähigkeit muss natürlich ebenso noch verbessert wie auch zahlreiche Fehler aus dem Code entfernt werden.

Die Beta 2 wurde auch gleich angekündigt und soll bereits in zwei Wochen vorgestellt werden. Doch die Beta  1 sollte ja auch schon ein bisschen früher das Licht der Welt erblicken.

Downlad der Beta-Version.

Extbase-Plugins über TypoScript einbinden

Der einfachste Weg, eine Extbase-Extension in eine Webseite einzubinden ist über das normale “Insert Plugin” Contentelement. Manchmal möchte man aber die Extension-Ausgabe nicht als Inhaltselement, sondern über TypoScript einbinden.

Bei den auf pibase basierenden Extensions ist eine Einbindung über TypoScript einfach:

lib.myMarker < plugin.tx_extensionkey_piX

Bei Extensions, die auf Extbase basieren, ist die Einbindung nicht ganz so simpel möglich. Wer die Ausgabe einer Extbase-Extension über TypoScript einbinden möchte, muss dies über eine user function machen, welche aber nicht selbst geschrieben werden muss. Extbase liefert die entsprechende Funktion bereits mit. Die userFunc ist “tx_extbase_core_bootstrap->run”.
Dieser UserFunc muss man dann noch über entsprechende Parameter mitgeben, welchen Controller und welche Action aus welcher Extension ausgegeben werden sollen. Das komplette Code-Snipped schaut dann wie folgt aus: (Wichtig: Groß-/Kleinschreibung beachten.)

10 = USER
10 {
    userFunc = tx_extbase_core_bootstrap->run
    pluginName = PiX
    extensionName = ExtKeyInCamelCase
    controller = Controllername
    action = actionname
    switchableControllerActions {
        Controllername {
            1 = actionname
        }
    }

    settings =< plugin.tx_ffndbn.settings
    persistence =< plugin.tx_ffndbn.persistence
    view =< plugin.tx_ffndbn.view
}

Natürlich funktioniert das ganze nur, wenn in der ext_localconf.php der Extension die Konfiguration über “Tx_Extbase_Utility_Extension::configurePlugin” korrekt und vollständig erfogt ist.

Flagbit realisiert Web 2.0-Anwendung für radio ffn

Wir haben eine neue Web 2.0-Anwendung für unseren Kunden radio ffn in TYPO3 entwickelt. Weitere Infos gibt es in der soeben veröffentlichten Pressemitteilung.

XOVI-Schulung – Flagbit bildet sich weiter

Bei der Analyse von Kundenwebseiten und der Konkurrenz kommt auch Flagbit nicht um den Einsatz professioneller Tools herum. Dabei werden diese natürlich ständig weiterentwickelt, verändert und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Um dabei auf dem Laufenden zu bleiben, besuchten zwei Flagbit-Mitarbeiter am 17.08.2011 eine Schulung für XOVI, ein seit 2010 auf dem Markt befindliches Online-Marketing-Tool. XOVI-Geschäftsführer Alexander Unsöld stellte dabei “seine” Software grundlegend vor. Die Schulungsteilnehmer bekamen so einen Überblick über das Tool und nebenbei gab es auch noch den ein oder anderen Tipp für SEO oder SEM-Aktivitäten.

Unser Eindruck von dem Programm wurde durch die Schulung bestätigt, XOVI ist ein sehr interessantes Tool mit einigen netten Features. Die umfassende Ranking- und Backlink-Analyse steht dabei im Vordergrund, auch der OnPage-Bereich kann mittlerweile gut untersucht werden, so wirdbeispielsweise schnell und übersichtlich die für SEO grundlegende HTML-Programmierung auf etwaige Fehler untersucht. Auch sollte man erwähnen, dass die Übersichtlichkeit für ein Programm mit einer so großen Anzahl von Features sehr gut ist, auch die Usability ist mehr als passabel. Als Herstück des Programmes ist der OVI-Sichtbarkeitsindex konzipiert, der in Konkurrenz zum ungleich bekannteren Sistrix Sichtbarkeitsindex treten soll.

Dennoch benötigt XOVI wohl noch einige Entwicklungsarbeit, bis man diesen Effekt erreichen kann. Auch im Rahmen der Schulung wurde klar, dass einige Features noch nicht wirklich valide Aussagen geben und andere wiederum auch noch ein paar kleine Kinderkrankheiten ausheilen müssen. Doch wie Alexander Unsöld ankündigte, gibt es einen klaren Plan, diese Fehler nach und nach zu verbessern.
Wir werden auch in Zukunft XOVI einsetzen, um einen schnellen und aussagekräftigen Überblick über die SEO-/SEM-Daten der für uns relvanten Seiten zu gewinnen und können seit gestern nun noch den ein oder anderen Aspekt umfangreicher beleuchten. Zudem sind wir gespannt auf die weitere Entwicklung des Programmes und hoffen, dass sich dieses weiterhin stetig verbessert.